Interview: Lucas Hirschmann wird Equity Partner bei KHS

Zum 1. Januar 2026 wird Lucas Hirschmann Equity Partner bei KHS. Bereits seit vielen Jahren prägt er die Kanzlei fachlich wie strategisch und hat zuletzt als Salary Partner zusätzliche Verantwortung übernommen. Im Interview spricht er über seinen Weg zu KHS, die neue Rolle als Mitunternehmer, aktuelle Entwicklungen in Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung – und darüber, was ihn persönlich antreibt.

„Lucas ergänzt unser Partnerteam fachlich wie menschlich in idealer Weise. Seine Expertise im Corporate Tax- und M&A-Umfeld sowie sein Blick für integrierte Lösungen sind ein großer Gewinn für KHS. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit als Equity Partner“, sagt Andreas Kempis zur neuen Position. Dem schließt sich Matthias Kleinlosen an: „Lucas steht wie kaum ein anderer für unseren Qualitätsanspruch und für eine Beratung, die fachliche Tiefe mit unternehmerischem Denken verbindet. Der Schritt in die Equity-Partnerschaft ist folgerichtig und ein starkes Signal für die nachhaltige Weiterentwicklung unserer Kanzlei.“

 

Interview

Lucas, du bist seit vielen Jahren Teil von KHS und hast die Kanzlei entscheidend mitgeprägt. Wie würdest du deinen beruflichen Weg bis zu deiner neuen Rolle als Equity Partner beschreiben?

Ich bin damals bei einer der großen „Big-Four“-Gesellschaften in den Beruf eingestiegen. Das Arbeiten in einem global organisierten Netzwerk war eine wertvolle Erfahrung – die Strukturen sind klar, die Lernkurve anfangs auch sehr steil. Aber ehrlich gesagt fühlte ich mich dort mit der Zeit wie „einer von vielen“ und die Entwicklung verläuft zunehmend in festen Bahnen.

Der Wechsel zu KHS war für mich deshalb spannend, weil er sowohl organisatorisch als auch fachlich eine völlig neue Perspektive eröffnet hat. In einer mittelständischen Kanzlei wie unserer trägt man von Anfang an mehr Verantwortung, gestaltet Themen aktiv mit und kann eigene fachliche Schwerpunkte weiterentwickeln.

In den vergangenen Jahren konnte ich genau das tun – meine Expertise ausbauen, Mandate ganzheitlich begleiten und gemeinsam mit meinen Mentoren, Matthias Kleinlosen und Andreas Kempis, lernen, wie man eine Kanzlei strategisch führt und weiterentwickelt.

 

Gab es besondere berufliche oder persönliche Momente, die deinen Weg in die Partnerschaft beeinflusst haben?

Rückblickend waren es für mich gar nicht so sehr die großen Meilensteine, sondern eher die vielen kleinen Erfolgserlebnisse: eine gelungene Steuergestaltung, ein effizient abgeschlossener Jahresabschluss oder eine Prüfung, nach der man einfach sieht, wie erleichtert und zufrieden ein Mandant ist.

Und natürlich hat mich auch der Austausch im Partnerteam geprägt – gerade dann, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. Solche Diskussionen können herausfordernd sein, eröffnen aber neue Perspektiven und führen oft zu besseren Lösungen. Entscheidend ist, dass man wertschätzend miteinander umgeht, bereit ist, die eigenen Annahmen auch mal zu hinterfragen, und gemeinsam an einer Lösung arbeitet.

 

Was hat dich damals an KHS gereizt – und was hält dich bis heute hier?

Mich hat gereizt, dass KHS trotz der vergleichsweise kleinen Größe an hochspannenden Projekten arbeitet, viele davon mit internationalem Bezug. Und was mich bis heute hält? Ganz einfach: Es wird hier nie langweilig. Jede Woche bringt neue Fragestellungen, neue Mandate und neue Herausforderungen mit sich.

 

Mit der Ernennung zum Equity Partner verändert sich dein Verantwortungsbereich ein weiteres Mal. Was bedeutet diese neue Rolle für dich?

Ich sehe die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kanzlei als eine meiner zentralen Aufgaben. Als Equity Partner trage ich die volle Verantwortung für meinen Mandantenstamm und für die Mitarbeitenden in meinem Team. Gleichzeitig wächst die unternehmerische Perspektive: Entscheidungen wirken sich unmittelbar auf die Kanzlei aus – fachlich, organisatorisch und wirtschaftlich.

 

Welche Themen möchtest du in der erweiterten Kanzleiführung künftig besonders vorantreiben?

Ein Kernanliegen ist mir eine zeitgemäße Mitarbeiterführung. Wir können nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn wir als Team funktionieren. Dazu gehören Wertschätzung, klare Entwicklungspfade und eine Kultur, in der Eigenverantwortung gefördert wird. Ohne das geht es nicht. Ich möchte Menschen fördern, die Verantwortung übernehmen wollen und Lust haben, sich weiterzuentwickeln.

Zudem möchte ich die Digitalisierung innerhalb der Kanzlei weiter vorantreiben und die Spezialisierung in unseren Kernbereichen stärken – insbesondere im Corporate Tax, M&A und Restrukturierungsumfeld.

 

Apropos M&A und Corporate Tax: Welche Entwicklungen beobachtest du dort aktuell?

Wir erleben eine deutliche Zunahme an Komplexität, getrieben durch die Internationalisierung des Steuerrechts. Vereinfachungen, etwa durch europäische Harmonisierung, klingen auf dem Papier gut, führen in der Praxis aber häufig zu mehr Aufwand bezüglich Dokumentation und Compliance. Mandanten benötigen deshalb zunehmend ganzheitliche Beratung, die steuerliche Risiken minimiert und gleichzeitig effiziente Strukturen schafft.

 

Wie wichtig ist Spezialisierung für die Beratungsqualität?

Wir sehen uns als Boutique-Kanzlei. Unser Ansatz ist in jedem Belang „Quality first“ – und das lebt von Spezialisierung. Die Anforderungen in unseren Disziplinen steigen durch Digitalisierung, Globalisierung und demografische Veränderungen stetig. Fachliche Tiefe schafft Vertrauen und ist zugleich natürlich ein wichtiges Differenzierungsmerkmal gegenüber Wettbewerbern.

In meiner täglichen Arbeit mit unseren Mandaten bedeutet das individuelle Lösungen statt Standardkonzepte. Und für uns als Kanzlei kontinuierliche Weiterbildung und konsequente Qualitätskontrollen. Nur so können wir unseren eigenen Anspruch erfüllen.

 

Auch im Bereich Restrukturierung steigt die Nachfrage. Wie bereitet sich KHS darauf vor?

Wenn Umsätze schwanken, Kosten steigen oder Verbindlichkeiten fällig werden, geraten Unternehmen schnell unter Druck. Diese Situationen sind oft geprägt von Unsicherheit – das spüre ich in Gesprächen mit Mandantinnen und Mandanten immer wieder sehr deutlich. Viele stehen vor Entscheidungen, die weit über einzelne Zahlen hinausgehen und bei denen es auf einen verlässlichen, erfahrenen Partner ankommt, der zuhört, versteht und Orientierung gibt.

Wir bauen unsere Kompetenz in diesem Bereich gezielt aus: durch belastbare Unternehmensplanungen, die Plausibilisierung vorhandener Prognosen und gutachterliche Stellungnahmen. Gleichzeitig verzahnen wir Restrukturierungsthemen noch stärker mit unseren Bereichen M&A und Tax, um integrierte, praxistaugliche Lösungen anbieten zu können. Kurz gesagt: Wir richten unsere Strukturen so aus, dass wir Mandanten gerade in herausfordernden Situationen bestmöglich begleiten können.

 

Was zeichnet aus deiner Sicht das Führungsteam von KHS aus – und welchen Beitrag leistest du selbst?

Wir verfügen über hohe fachliche Kompetenz, kurze Entscheidungswege und eine sehr teamorientierte Kultur. Mein Beitrag liegt vor allem in Empathie, Effizienz und internationaler Projekterfahrung. Ich bin jemand, der sich gut in andere hineinversetzen kann – egal ob Mitarbeitende oder Mandanten. Wertschätzung ist mir wichtig, und ich versuche, das täglich spürbar zu machen.

 

Du engagierst dich stark für Recruiting und Teamentwicklung. Was ist dir hier besonders wichtig?

Um in einer Boutique-Kanzlei wie KHS erfolgreich zu sein, braucht es Neugier, Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein und eine ausgeprägte Mandantenorientierung. Diese Eigenschaften möchten wir gezielt fördern – durch Mentoring, regelmäßiges Feedback und die Entwicklung individueller Stärken. Unser Ziel ist es, Karrierewege transparent, sichtbar und erreichbar zu machen und damit gerade auch Nachwuchstalenten echte Perspektiven zu bieten.

Fachliche Kompetenz und Lernbereitschaft sind dabei selbstverständlich wichtig. Aber wie ich schon sagte: Mindestens genauso entscheidend ist für mich eine wertschätzende Kommunikation und ein starker kollegialer Zusammenhalt.

 

Wo siehst du die größten Chancen für KHS in den kommenden Jahren?

Große Chancen liegen für uns ganz klar in der Digitalisierung und der Automatisierung von Prozessen. Viele Abläufe lassen sich künftig deutlich effizienter gestalten, was unseren Mitarbeitenden Freiräume für die inhaltlich anspruchsvollen Aufgaben gibt – also genau die Bereiche, in denen wir unseren „Quality first“-Anspruch ausspielen können.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist der Ausbau unseres internationalen Netzwerks. Durch unsere Mitgliedschaften in verschiedenen Netzwerken, wie zum Beispiel IR Global – einem weltweit aktiven Verbund aus spezialisierten Kanzleien verschiedener Fachrichtungen – können wir Mandanten zunehmend auch bei grenzüberschreitenden Fragestellungen begleiten. Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern schafft nicht nur zusätzliche Expertise, sondern auch langfristige Beziehungen, von denen unsere Mandanten unmittelbar profitieren.

Und schließlich sehe ich in der Spezialisierung einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Die Anforderungen in Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung werden komplexer, der Beratungsbedarf differenzierter. Kanzleien, die fachlich tief aufgestellt sind und sich klar positionieren, können Mandanten ein anderes Niveau an Qualität, Sicherheit und Weitsicht bieten. Genau das ist unser Ansatz – und den möchten wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen.

 

Wenn du auf KHS im Jahr 2030 blickst: Was wünschst du dir?

Eine führende Boutique-Kanzlei für komplexe Steuer- und M&A-Themen, ein diversifiziertes und spezialisiertes Team sowie hoch digitale, effiziente Prozesse.

 

Was motiviert dich persönlich an deiner Arbeit – gerade in anspruchsvollen oder komplexen Mandaten?

Mich motiviert vor allem die inhaltliche Herausforderung. Ich habe große Freude daran, mich in anspruchsvolle Themen einzuarbeiten und Lösungen zu entwickeln, die genau auf die Situation des jeweiligen Mandanten passen. Gerade in komplexen Fällen zeigt sich, wie viel Vertrauen Mandantinnen und Mandanten in uns setzen – und dieses Vertrauen zu stärken, ist für mich ein zentraler Antrieb.

Wir können als Kanzlei spürbare Mehrwerte schaffen, sei es durch eine durchdachte steuerliche Gestaltung, eine klare Struktur in einer Transaktion oder eine Lösung, die Sicherheit in einer schwierigen Phase gibt. Diese Erfolgserlebnisse sind für mich der Kern unserer Arbeit. Sie zeigen, dass individuelle Beratung einen echten Unterschied macht – und genau das begeistert mich jeden Tag aufs Neue.

 

Zum Abschluss: Was möchtest du Mandanten und dem Team für deinen Start als Equity Partner mitgeben?

Mir ist es wichtig, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen – denn nur als Team können wir nachhaltig erfolgreich sein. Für unsere Mandantinnen und Mandanten bedeutet das: Wir bleiben verlässliche Partner, die höchste Qualität und individuelle Lösungen bieten. Für das Team heißt es: Offenheit, gegenseitige Wertschätzung und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

Die kommenden Jahre werden von Veränderung geprägt sein – fachlich wie technologisch. Ich möchte alle ermutigen, diese Chancen aktiv zu nutzen, Innovationen anzunehmen und dabei unsere Werte nicht aus den Augen zu verlieren: Vertrauen, Qualität und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Wenn wir das leben, sind wir für die Zukunft sehr gut aufgestellt.

 

 

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